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Gynäkologie

Die Gynäkologie oder auch Frauenheilkunde befasst sich mit Gesundheitsstörungen der nicht schwangeren Frau.
Wir sind Ihr Ansprechpartner bei allen Fragen der weiblichen Gesundheit- von der Pubertät bis ins hohe Alter.

Wir sind nicht nur auf die Behandlung der primären (Scheide, Gebärmutter, Eierstöcke) und sekundären Geschlechtsorgane (Brust) spezialisiert, sondern beraten und behandeln kompetent bei Menstruations- und Wechseljahresbeschwerden, Aknebildung, Verhütungsfragen, Familienplanung, Tumoren, Infektionen und anderen Problemen.

Bei speziellen Problematiken arbeiten wir eng mit z.B. endokrinologischen Praxen oder Brustzentren zusammen, so dass unseren Patientinnen das gesamte Spektrum der modernen gynäkologischen Diagnostik und Therapie zur Verfügung steht.

Schwangerenbetreuung

Herzlichen Glückwunsch, Sie sind schwanger.
Wir wollen Sie durch diese 40 spannenden und aufregenden Wochen begleiten.

Etwa ab der 6. Schwangerschaftswoche kann man die richtige Lage der Schwangerschaft und oft sogar den Herzschlag des Kindes mittels Ultraschall erkennen.
Jetzt werden die notwendigen Blutuntersuchungen vorgenommen und der Mutterpass angelegt. 

Bei einem normalem Verlauf erfolgen die weiteren Untersuchungen bis etwa zur 30 Schwangerschaftswoche in einem Abstand von 4 Wochen, dann im zwei Wochen Rhythmus. Es wird jeweils das Gewicht, der Blutdruck, der Urin und der „Eisenwert“ des Blutes untersucht. 

Im Gespräch wird geklärt ob bestimmte Beschwerden Hinweis auf eine Komplikation, oder „typische Schwangerschaftsbeschwerden“ sind, die zwar oft belasten, aber keine Gefahr für die Gesundheit von Mutter und Kind bedeuten.
Dann erfolgt meist eine gynäkologische Untersuchung, bei der die Größe der Gebärmutter, der sichere Verschluss des Gebärmutterhalses festgestellt und eine Infektion der Geburtswege ausgeschlossen werden.

In diesem Rahmen führen wir auch die drei weiteren Ultraschalluntersuchungen des Kindes durch.

Zwischen der 9.-12. Woche wird der richtige Sitz des Embryo gesichert, das genaue Alter der Schwangerschaft bestimmt, außerdem können Sie oft die ersten Bewegungen des Kindes sehen. Diese Untersuchung erfolgt oft mit der sogenannten Vaginalsonde.

Zwischen der 19.-23. Woche wird das zeitgerechte Wachstum des Kindes, die Lage des Mutterkuchens (Plazenta) und die Entwicklung kontrolliert.

Im Rahmen dieser Untersuchung werden das kindliche Gehirn, das Herz, Magen, Blase, und die Bauchwand untersucht.

Zwischen der 29.-32. Woche werden das Fruchtwasser, der Mutterkuchen, das Wachstum und die Lage des Kindes kontrolliert.
Weitere Untersuchungen sind bei einem normalen Schwangerschaftsverlauf nicht notwendig.

Bei Auffälligkeiten führen wir weitere Untersuchungen, wie z.B. die Doppler-Sonographie, Wachstumskontrollen durch.

Für die Nackenfaltenmessung sind wir zertifiziert, hierzu beraten wir Sie.

Wunschleistungen sind 3D- und Familienultraschalle, hierbei haben Sie die Möglichkeit das Wachstum des Kindes ausführlich zu verfolgen, oft gelingt es auch schöne 3D-Aufnahmen des Kindes zu erstellen.
Eine medizinische Notwendigkeit besteht hierbei nicht.

Ob weitere Laboruntersuchungen notwendig sind, klären wir im Gespräch.

Hebamme Kerstin Köhler

Ab der 29. Woche ist eine Hebamme in Ihre Betreuung eingebunden.
Sie übernimmt die CTG-Schreibung, bei der die Herztöne und Bewegungen des Kindes und eine evt. Wehentätigkeit gemessen werden.

Bei Schwangerschaftsbeschwerden berät sie und hilft ggf. mit Akupunktur und Homöopathie.

Ambulante Operationen

Die Frauenheilkunde gehört auch zu den operativ tätigen Fächern der modernen Medizin, etwa 70% der Operationen können heute ambulant durchgeführt werden.
Wir arbeiten mit dem ambulanten Operationszentrum des Krankenhauses Verden zusammen und können folgendes Spektrum an ambulanten Operationen anbieten:
  • Hysteroskopien (Spiegelung der Gebärmutter), dies sind diagnostische und/oder therapeutische Eingriffe in der Gebärmutterhöhle. Sie können notwendig sein bei Störungen der Monatsblutung, gutartigen Tumoren, Fehlbildungen der Gebärmutter die z.B. zu wiederholten Fehlgeburten oder Unfruchtbarkeit führen.
  • Diagnostische und/oder therapeutische Laparoskopien (Bauchspiegelungen bzw. minimal invasive  Operationen), zur Entfernung von Zysten/Tumoren an Eierstöcken und Gebärmutter, lösen von Verwachsungen, Prüfung der Durchgängigkeit der Eileiter bei unerfüllten Kinderwunsch.
  • Entfernung von Tumoren/Zysten der Schamlippen und der Scheide.
  • Umschneidung des Muttermundes (Konisation) bei Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs.
  • Korrektur schmerzhafter Narben nach Geburtsverletzungen
  • Hymenalrekonstruktion (Wiederherstellung des Jungfernhäutchen) 

Empfängnisregelung

Für die moderne Empfängnisverhütung stehen heutzutage viele Methoden unterschiedlicher Verträglichkeit und Sicherheit zur Verfügung.

Wir helfen Ihnen dabei die individuell passende Methode auszuwählen.
Hierbei beraten wir Sie und berücksichtigen Ihre Ansprüche bezüglich Zuverlässigkeit, Nebenwirkungsspektrum, Handhabbarkeit und Wirkungsdauer.

Gesetzliche Krebsvorsorge

Schwere Erkrankungen wie Krebs können den Menschen in jedem Lebensalter treffen, durch die frauenärztliche Prävention ist es in einem gewissen Masse möglich das Erkrankungsrisiko zu senken, bzw. das Ausmaß der Krankheit einzuschränken.

In einem Gespräch klärt der Arzt vor jeder Untersuchung, ob es Hinweise auf Infektionen oder Tumore gibt.
  • Ab dem 20. Geburtstag können Frauen ein- bis zweimal pro Jahr einen Abstrich vom Gebärmutterhals beim Gynäkologen entnehmen lassen, der sogenannte Pap-Test, er dient zur Erkennung von Vorstufen des Gebärmutterhalskrebs. Des weiteren erfolgt eine Tastuntersuchung des inneren Genital, um Veränderungen an Gebärmutter und Eierstöcken zu erkennen.
  • Ab dem 30. Lebensjahr erfolgt zusätzlich eine Tastuntersuchung der Brust.
  • Ab dem 50. Lebensjahr erfolgt ein Test auf verstecktes Blut im Stuhlgang.
  • Ab dem 55. Lebensjahr besteht die Möglichkeit eine Darmspiegelung durchführen zu lassen.

Es kann individuell notwendig sein, den Umfang dieser vom Gesetzgeber vorgegebenen Leistungen zu erweitern, gerne beraten wir Sie hierzu.

Weitere Möglichkeiten zur Krebsfrüherkennung sind z.B der vaginale- und der Brust-Ultraschall. 

Ultraschalldiagnostik

Bei der Sonographie werden Ultraschallwellen durch den Körper gesendet, welche sich je nach Gewebe unterschiedlich Ausbreiten und an Grenzschichten reflektiert werden, diese unterschiedlichen Reflektionen werden vom Schallkopf wieder empfangen und zu einem Bild verarbeitet. Der Ultraschall ist schnell, risikolos und für die Patientin völlig schmerzfrei.

Bei der Dopplersonographie werden Bewegungen von festen Bestandteilen im Blut gemessen bzw. sichtbar gemacht, die dabei entstehenden Kurven können Auskunft geben über z.B. die Funktion des Mutterkuchen  und damit das kindliche Befinden. Ob Veränderungen in Organen wie der Brustdrüse besonders intensiv durchblutet werden.

Die 3D Sonographie ermöglicht die dreidimensionale Darstellung des ungeborenen Kindes, die Qualität der Bilder ist abhängig von der Lage des Kindes und der Plazenta, der Dicke der mütterlichen Bauchdecke, der Fruchtwassermenge und der Schwangerschaftswoche.

In unserer Praxis mögliche Ultraschalluntersuchungen sind:
  • Brustultraschall ( Mammasonographie)
  • Vaginal-Sonographie ( Gebärmutter, Eierstöcke, Harnblase, Beckenwandgefäße, frühe Schwangerschaft)
  • Abdominale Sonographie ( Schwangerschaft, Harnblase, Nieren, Gebärmutter, Eierstöcke  )

Diese Untersuchungen können ggf. durch eine Dopplersonographie erweitert werden:

  • 3D-Sonographie
  • Nackenfaltenmessung